Photogrammetrie
Photogrammetrie (seltener auch Fotogrammetrie oder Bildmessung) ist eine Gruppe von Messmethoden und Auswertungsverfahren der Fernerkundung, um aus Fotografien und genauen Messbildern eines Objektes seine räumliche Lage oder dreidimensionale Form zu bestimmen. Mit den berechneten Daten können Sie berührungsfreies und 3dimensionales Vermessen aller sichtbaren Punkte eines Objekts am PC durchführen.

Punktwolken und Orthoprojektionen können auf dem passwortgesicherten Kundenportal bereitgestellt werden. Für den schnellen Datenaustausch bieten wir eine geschützte Datenaustauschplattform an, mit der auch große Datenmengen bis 200 GB zum Download bereitgestellt werden können.

Die Qualität der photogrammetrischen Ergebnisse wird durch nachfolgende Parameter additiv beeinflusst:
    –  Projektbezogene Rahmenbedingungen
    –  Methode der Bilderfassung
    –  Aufnahmeplanung
    –  Aufnahmekonfiguration und -durchführung
    –  Wetter und Lichtverhältnisse
    –  Bildnachverarbeitung
    –  Berechnung der Punktwolken
    –  Abbildungsmaßstab und Genauigkeit

Unsere photogrammetrischen Projekte basieren auf der Methode der digitalen Mehrbildaufnahme, dafür setzen wir je nach Anforderung verschiedene Kamerasensoren, Objektive, Werkzeuge, Aufnahmeverfahren und Erfahrung ein.

Mit den bisher realisierten Projekten konnte umfangreiches Know-How und Erfahrung gesammelt werden. Somit können heute auch schwer zugängliche Objekte wie z.B.  eingerüstete Fassaden, zugewachsene Fassadenflächen oder beengte und verwinkelte Räume mit dem Mehrbildverfahren erfasst werden.(siehe auch Erschwerte Aufnahmebedingungen)

In der Bildnachverarbeitung wird jedes Bild gesichtet, evtl. angeglichenen und erhält einen eindeutigen Namen mit Indexierung.
Durch das verwendete Format wird jedes Bild im Weißabgleich, in der Belichtung, Schärfe und im Dynamikumfang angepasst. Dafür setzen wir hochwertige Konvertierungsprogramme ein. Somit können auch schwierige Aufnahmebedingungen bei schlechten Lichtverhältnissen mit z.B. geringer Blendenöffnung und hohen ISO Werten gemeistert werden.

Für die photogrammetrische Berechnung setzen wir leistungsstarke Photogrammetrie-Software ein, die auch Kombinationen aus Laserscans und bildgegebenen Verfahren berechnet.
In zwei Versuchsreihen an zwei unterschiedlichen Projekten und mit drei verschiedenen Berechnungsprogrammen konnte uns die Qualität, Effizienz und die geometrische Genauigkeit von einem Programm überzeugen.
Zwei auf die Berechnungssoftware abgestimmte Hochleistungsrechner (Prozessoren, Arbeitsspeicher, Grafik-Engines, etc.) stehen für die Berechnung von Punktwolken zur Verfügung.
Bisher wurden ca. 210.000 Bilder berechnet, wovon das größte Projekt ca. 10.000 Bilder und über 30 Laserscans beinhaltete.
Die Dichte der Punktwolken und Qualität der Texturen kann über verschiedene Einstellparameter gesteuert werden. Die hochauflösenden Punktwolken können in den Formaten .XYZ, .LAS, .E57, .PLY, .OBJ und weitere zur Verfügung gestellt werden. Kamerafahrten in der Punktwolke sind ebenfalls möglich.
Hinweis: Eine Punktwolke deckt gnadenlos alle bis dahin gemachten Fehler auf. Eine Verschleierung von Berechnungsergebnissen ist definitiv ausgeschlossen!

Für Fassaden können Ortho-Projektionen von 2 – 1 mm / Pixel exportiert werden. Bei Berechnungen innerhalb von Gebäuden können für Wände, Decken und Fußböden Auflösungen bis 0,5 mm / Pixel zur Verfügung gestellt werden. Gemälde oder historische Decken- und Wandmalereien können ebenfalls in dieser Auflösung bereitgestellt werden.
Bei Geländeaufnahmen aus 40m Höhe können Auflösungen bis 5 mm / Pixel in der horizontalen Ebene erzielt werden.

Die oben aufgeführten Werte basieren auf das eingesetzte Equipment von ii3D.
Abweichungen können entstehen, wenn schlechtes Bildmaterial von Dritten für Berechnungen zur Verfügung gestellt wird. Grundsätzlich orientieren sich unserer photogrammetrischen Aufnahmen im Raum mit Hilfe von Passpunkten.